Scheinwerferblenden: der "böse Blick" für das Auto
Zuerst wurden die Scheinwerferblenden zur Verbesserung der Aerodynamik bei Relleyautos eingesetzt. Heutzutage haben sie einen rein kosmetischen Nutzen und sind deshalb nicht weniger beliebt.
Man hat relativ früh erkannt, dass die Front des Autos ausschlaggebend für die Wahrnehmung des Fahrzeugs bezüglich seines Charakters ist. Der Mensch neigt dazu, die Front mit einem menschlichen Gesicht zu vergleichen. So haben einige Modelle eine eher schläfrige und ruhige Ausstrahlung. Andere hingegen verraten allein durch ihre Frontpartie, dass unter der Motorhaube mehr als 60 PS schlummern. Möchte man seinem Auto nachträglich etwas mehr optischen Pepp verleihen, so kann man auf Scheinwerferblenden zurückgreifen.
Scheinwerferblenden, im Volksmund auch „böser Blick“ genannt, gehören seit Jahrzehnten zum Autotuning und sind von dem Markt nicht mehr wegzudenken. Sie sind relativ billig und lassen sich unkompliziert einbauen. Die meisten Blenden werden einfach verklebt. Das geht schnell, ist preiswert und von jedermann ohne besondere Kenntnisse oder Fertigkeiten durchführbar. Nur die Wenigsten werden noch angeschraubt, denn Schrauben bringen einige Unannehmlichkeiten mit sich: das punktgenaue Bohren an der Karosserie und die etwas kompliziertere Einbauweise (die Scheinwerferblende muss von der Rückseite verschraubt werden, sodass die Befestigung unsichtbar bleibt). Ein weiterer Nachteil ist der Rost, der sich oftmals an den Bohrstellen bildet, da die Verzinkung an diesen Stellen beschädigt wird.
Die wohl aufwendigste Art, einem Auto einen „böseren Blick“ zu verleihen, ist das Anschweißen der Blenden direkt auf die Motorhaube, sodass der obere Teil der Scheinwerfer von der Motorhaube bedeckt ist. Dies ist aber mit einem erheblichen Aufwand und enormen Kosten verbunden und nur modellabhängig durchführbar.
Zu berücksichtigen wäre nur, dass die meisten Scheinwerferblenden eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) benötigen, die es erlaubt, die Blenden am Fahrzeug anzubringen. Diese wird in der Regel bei einem Neukauf vom Hersteller gleich mitgeliefert. Kauft man die Blenden gebraucht, sollte man darauf achten, dass die ABE vorhanden ist. Anderenfalls kann sich die Suche danach als schwierig erweisen. Da hilft es nur jemanden zu finden, der die gleichen Blenden und die passende ABE hat und diese bereit ist zu kopieren, denn das ist erlaubt.