Harley Davidson Motorcycles: Legende und Mythos

Das 1903 in Milwaukee, Wisconsin, von William S. "Bill" Harley und Arthur Davidson gegründete Unternehmen Harley-Davidson Motor Co. produzierte Motorräder und ist im Zubehörhandel aktiv.

Manch einer hat in einem kleinen Schuppen angefangen, bei William "Bill" S. Harley und Arthur und Walter Davidson war es 1903 genauso: Die ersten 3 Motorräder wurden in einem kleinen Schuppen in Milwaukee gebaut, bis dann 1907 gemeinsam mit dem zweiten Davidson-Bruder William das gemeinsame Unternehmen gegründet wurde.

Harley Davidson baut Motorräder. Aus bescheidenen Anfängen wurde an ein fahrradähnliches Gebilde ein Einzylindermotor montiert, was sich dann über die ersten V2-Motoren, den Knucklehead-Motor über den Panhead-Motor bis zum Sportster- und Shovelhead-Motor weiterentwickelte. Als in den sechziger Jahren die italienischen und amerikanischen Motorräder technisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit waren. Durch viele Fehler im Mangement und durch häufigen Wechsel der Manager sank die Verkaufszahl 1968 auf den historischen Tiefpunkt von gerade mal 26.000 Maschinen.

Es dauerte lange, bis Mitte der 80 er Jahre die Wende kam. Wenngleich auch die neu entwickelten Maschinen technisch nicht das Non-plus-Ultra der Zeit waren und nicht das innovative Niveau der japanischen und deutschen Konkurrenz erreichen konnten, vermittelten die Motorräder durch ein geschicktes Livestyle-Marketing das spezielle Harley-Davidson Feeling. Verkauft wurden nicht mehr Motorräder, sondern Lifestyle. In diesen Rahmen passte dann auch die Entwicklung von Zubehör- und Lifestylprodukten bis hin zur Motorrad- und Alltagskleidung. 1984 wurde dann der Evolution-Motor vorgestellt, der erste aus Leichtmetall gefertigte Antrieb, der von Porsche mitentwickelt worden war.

Die neuen Motorräder hatten keine Kette mehr als Endantrieb, sondern einen Zahnriemen. 2007 wurden die Motoren mit einer elektronischen Benzineinspritzung komplettiert. Die seit 1999 etablierten Twin-Cam-88- und Revolution-Motoren demonstrieren den Einfallsreichtum und die fortwährende Kreativität der amerikanischen Motorradbauer. Mit dem Chopper-Stil - dabei wird alles nicht Notwendige vom Motorrad entfernt - wurde spätestens seit dem "Easy-Rider"-Film von 1969 ein neues Fahrgefühl mit neuem Design und neuem Lifestyle präsentiert. Endergebnis: Kultstatus. Selbst mangelhaftes Fahrverhalten, für das die optische Außenwirkung akzeptiert. In weiteren Filmen, wie in "Terminator 2" und "Harley Davidson and The Marlboro Man", beide aus 1991, und in "Born to be Wild" (2007 spielen die Maschinen eine Hauptrolle.

 
 
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